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Press Corner>Coca Cola Light>2006-2007

monochrom

monochrom, gegründet 1993, ist ein international agierendes Kollektiv, die Mitglieder sind: Johannes Grenzfurthner, Evelyn Fürlinger, Harald List, Anika Kronberger, Franz Ablinger, Frank Apunkt Schneider, Daniel Fabry und Günther Friesinger und Roland Gratzer.

monochrom bezeichnet sich selbst als „ein Publikations-, Kunst- und Bastelkollektiv mit Hang zum Aktionismus“. Ihre Aktivitäten reichen von Lesungen, Talkshows, graphischen Arbeiten, Kunsteditionen, Publikationen, Videoarbeiten bis hin zu Ausstellungsinstallationen in Galerien und Museen.

 

 

KEINER HILFT KEINEM von Lord Jim Loge powered by monochrom

 

Im Dezember 2005 erwarb monochrom sämtliche Marken- und Nutzungsrechte der Lord Jim Loge, eine von den Künstlern Jörg Schlick, Martin Kippenberger, Wolfgang Bauer und Albert Oehlen Anfang der 90er Jahre gegründete Künstlervereinigung.

Durch die internationale Anerkennung der Œuvres ihrer Mitglieder hat die Lord Jim Loge rasch einen beachtlichen Bekanntheitsgrad erreicht. Vor allem das Logo der Loge, ein Symbol aus Sonne, Busen und Hammer, hat einen besonderen Stellenwert. Indem jedes Mitglied der Loge angehalten wurde, das Symbol in seinen Werken zu verwenden, äußerten die Künstler einerseits Kritik am üblichen KünstlerInnenindividualismus, und trugen andererseits durch ihren eigenen Bekanntheitsgrad zur Verbreitung des Logos bei. Das dezidierte Ziel, das Logo „bekannter zu machen als Coca Cola“ wurde jedoch nie erreicht. Mit dem Tod von Martin Kippenberger und Jörg Schlick wurde die Lord Jim Loge Legende.

 

Die Wettbewerbseinladung ermöglichte nun monochrom, längst fällige Synergieeffekte zwischen Coca-Cola und der Lord Jim Loge ins Werk umzusetzen. Damit lösen sie posthum das eigentlich unerreichbare Ziel des Logen-Logos ein, indem sie ein Habitat der Warenwelt als Trägersubstanz dazu nutzen, um seine Botschaft über deren Distributionskanäle ins öffentliche Bewusstsein zu schleusen. Und wer wäre dazu besser in der Lage, als Coca Cola selbst, ein Unternehmen, das die vielleicht weltweit bedeutendste pole position in Sachen Markenplatzierung hält. Für die Kunstszene, die über die eminente Bedeutung von Martin Kippenberger den Logo-Anspruch kennt, ist dies eine spektakuläre Korrektur des zu Erwartenden!