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Press Corner>Lego>LEGO Spiele (Brett- bzw. Gesellschaftsspiele)

Faszination Spiel: vom alten Ägypten bis heute

- Gemeinsames Spielen hat in Österreich hohen Stellenwert

- Neue LEGO® Spiele vereinen Tradition und Innovation

 

Spiele haben die Menschen von jeher fasziniert: Für Kinder gelten sie als Schlüssel zur Welt und zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Erwachsenen erlauben sie, wieder für einen Moment Kind zu sein. In Österreich scheint die Faszination für Gesellschaftsspiele besonders groß: „Österreich verfügt  - ähnlich wie Deutschland und die Schweiz - über eine ganz fantastische Spielkultur, weil hier dem gemeinsamen Spielen in der Familie nach wie vor ein hoher Wert beigemessen wird. Diese Wertschätzung wird von Generation zu Generation weitergegeben“, erklärt Spieleentwickler Dr. Reiner Knizia die Beliebtheit von Gesellschaftsspielen in Österreich. Der erfolgreiche Spielautor, der für die Spiele „Keltis“ und „Wer war’s“ zuletzt die Auszeichnung „Spiel des Jahres 2008“ und „Kinderspiel des Jahres 2008“ erhalten hat, war maßgeblich an der Entwicklung von zehn neuen LEGO Spielen beteiligt, die seit August 2009 LEGO und Spielefans begeistern.

„In anderen Ländern wie den USA oder England“, so Knizia weiter, „ist die Vorliebe für das gemeinsame Familienspiel weniger stark ausgeprägt. Zwar gibt es in Amerika einen starken Hobbymarkt für anspruchsvolle Gesellschaftsspiele, ansonsten gehören Brettspiele dort aber eher ins Kinderzimmer.“ Angesichts der Begeisterung der Österreicher fürs Spielen überrascht es wenig, dass Spielefreunde hierzulande aus einer Fülle an Spielen schöpfen können. Hunderte Neuerscheinungen kommen jährlich auf den österreichischen Markt. Entsprechend hoch ist der Anspruch an Spielinnovationen, aufzufallen und sich von anderen Spielen abzusetzen. Den LEGO Spielen gelingt dies durch die einzigartige Verbindung des klassischen Bauens mit LEGO Steinen und einem kreativen Spielablauf. Zentrales Element ist ein besonderer LEGO Würfel, den die Spieler selbst bauen und so das Spielgeschehen individuell verändern können. Die Möglichkeit der Würfelveränderung während eines Spiels gab es bislang nicht, die Bedeutung des Würfels als Spielelement hingegen lässt sich bis zu den Anfängen unserer Zivilisation zurückverfolgen.

 

Zurück zu den Wurzeln: Der Würfel offenbart die göttliche Stimme

Die Geschichte und Herkunft des Würfels sind nicht einwandfrei geklärt. Fest steht, dass bereits viele Jahrtausende vor Christus Urformen des heutigen Würfels wie Knochen, Muscheln oder Hölzer zu Spielzwecken, vor allem aber zur Schicksalsdeutung und Entscheidungsfindung verwendet wurden. Als Bestandteil von Brettspielen taucht der heute bekannte „kubische“ Würfel erstmals im alten Ägypten und Mesopotamien, dem heutigen Irak,

auf. Überliefert aus dieser Zeit sind vor allem Wettlaufspiele, bei denen mithilfe eines Würfels ein Parcours mit einer bestimmten Anzahl an Spielsteinen bezwungen werden musste. Spielfeld und Spielsteine standen dabei sinnbildlich für den Lebensweg und die Persönlichkeit des Spielers selbst. Der Würfel als Glücks- bzw. Zufallselement beeinflusste dabei maßgeblich den Spielverlauf. In ihm, so der damalige Glaube, offenbarte sich die göttliche Stimme, die über den Fortgang des Lebens der Spieler entschied. Gewinnen konnte in diesem Spiel nur, wer über das Wohlwollen der Götter verfügte. Während wir heute vor allem zum Zeitvertreib spielen, besaß das Spiel damals somit eine weitaus größere symbolische Bedeutung.

 

Von Backgammon bis Schach:
Strategische Brettspiele prägen die Antike und das Mittelalter

Die überlieferten Wettlaufspiele dieser Länder gelten als Vorläufer späterer Spielvarianten wie des indischen „Parcheesi“ aus dem 16. Jahrhundert oder des modernen Klassikers „Mensch ärgere Dich nicht“. Reine Glücks- und Würfelspiele bleiben zwar auch in der Antike bei den Griechen und Römern sehr beliebt, daneben halten jedoch auch taktische und strategische Elemente vermehrt Einzug in die Welt der Gesellschaftsspiele. Die Kombination aus strategischen Elementen und zufälligen Spielwendungen durch den Würfel steht im Mittelpunkt der wohl bekanntesten Spiele dieser Zeit: des „12-Augen-Spiels“ sowie des Brettspiels „Alea“. Beide werden von Spielhistorikern als Vorläufer des heutigen „Backgammons“ gesehen. Ist der Würfel hier noch fester Bestandteil des Spiels, etablieren sich im weiteren Zeitverlauf zahlreiche neue Brettspiele, die ohne Würfel gespielt werden: Ob das chinesische Spiel „Go“, das aus Indien überbrachte „Schach“ oder das südfranzösische „Dame“ – all die Klassiker, die sich in verschiedenen Stadien des Mittelalters entwickeln, verzichten völlig auf den Würfel als spielbestimmenden Faktor.

 

Spiele als Spiegel der Zeit:
die Kommerzialisierung des Brettspiels im 19. und 20. Jahrhundert

Komplexe und anspruchsvolle Varianten des Brettspiels waren in der Geschichte lange Zeit den gehobenen Gesellschaftsschichten vorbehalten. Einem größeren Publikum blieb diese Welt der Spiele verschlossen. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verfügen breitere Bevölkerungsschichten in Europa und Amerika über die Zeit zum Spielen sowie die entsprechenden finanziellen Mittel für den Spielekauf. Parallel entwickelt sich mit Beginn des 19. Jahrhunderts ein kommerzieller Markt für Gesellschaftsspiele.

Als „Spiegel ihrer Zeit“ sind neue Spielentwicklungen und -ideen dabei stark geprägt vom aktuellen Zeitgeschehen. Zwischen dem Ende des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts erscheinen beispielsweise in Deutschland und Frankreich zahlreiche realitätsnahe Strategie- und Eroberungsspiele, ähnlich dem heutigen „Risiko“. So werden auch in den Wohn- und Kinderzimmern auf detailtreuen Spielfeldern Truppen bewegt und Länder erobert. Daneben startet zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Spiel in Amerika seinen Siegeszug um die Welt: „Monopoly“. Ironischerweise erlangte das Spiel um Reichtum und Macht gerade während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er-Jahren seine große Popularität. Auch in Österreich zählt „Monopoly“ seitdem zu den Erfolgsschlagern.

 

Gesellschaftsspiele heute: Würfel, Strategie und Themenwelten verbinden Vergangenheit und Zukunft

Trotz der zunehmenden Konkurrenz von Internet und Spielkonsolen in den Kinderzimmern können Gesellschaftsspiele ihre Stellung als beliebte Freizeitbeschäftigung bislang – zumindest in Österreich – sehr gut behaupten. Zurückzuführen ist dieser Erfolg unter anderem auf das stetig wachsende Angebot von Autorenspielen wie „Siedler“ mit seinen zahlreichen Erweiterungen, um die sich in den vergangenen Jahren eine regelrechte Spielerszene etabliert hat.

Thematisch entführen neue Spielentwicklungen die Spieler nicht nur in realitätsnahe und historische Spielsituationen, sondern auch in bunte Fantasiewelten. So versprechen auch die neuen LEGO Spiele Abwechslung: Während das bereits zur „Toy Innovation 2009“ ausgezeichnete Spiel „Ramses Pyramid“ die Spieler auf eine spannende Suche nach dem Schatz des Mumienkönigs Ramses führt, gilt es bei „Minotaurus“ den Weg durch das Labyrinth zu finden. Ob eine Reise durch den Weltraum, ein rasantes Autorennen oder die Suche nach dem Piratenschatz – die neuen LEGO Spiele verbinden innovatives Würfelglück und strategische Ansätze mit vielen verschiedenen Themenwelten. Die Devise dabei lautet: „Bauen – Spielen – Verändern“. Damit bleiben keine Spielerwünsche offen.

Wien, Juli 2009

Hinweis für die Redaktion

 

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Über die LEGO Gruppe

Die LEGO Gruppe mit Hauptsitz in Billund, Dänemark, ist – gemessen am Umsatz – der sechsgrößte Spielzeughersteller weltweit. Das Portfolio umfasst neben den klassischen LEGO Steinen 25 weitere Produktlinien, die in mehr als 130 Ländern verkauft werden. Weltweit arbeiten heute rund 5.000 Mitarbeiter für die LEGO Gruppe. Der Name der 1932 gegründeten Firma setzt sich aus den beiden dänischen Wörtern „leg“ und „godt“ zusammen, was so viel wie „spiel gut“ bedeutet.