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Press Corner>Lego>LEGO Wissen: Konstruktionsspielzeug schult motorische und kognitive Fähigkeiten

Kindern mangelt es häufig an feinmotorischen Kompetenzen

·         Experten beobachten bei Kindern immer öfter feinmotorische Defizite

·         Konstruktionsspielzeug schult motorische und kognitive Fähigkeiten von Kindern

·         Dr. Renate Zimmer, Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Entwicklung und Sport- und Bewegungswissenschaftlerin an der Universität Osnabrück, spricht über die Entwicklung feinmotorischer Fähigkeiten

 

München / Wien, Oktober 2014. Viele Kinder werden heutzutage intensiv in ihrer Entwicklung gefördert – häufig von Geburt an. Angefangen bei PEKiP-Kursen (Prager Eltern-Kind-Programm) und Mutter-Kinder-Turnen über Sprachkurse für Kleinkinder bis hin zu pädagogisch ausgefeilten Förderkursen in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen – die Angebote sind zahlreich. Und dennoch mahnen Experten: Zehn Prozent der Kinder im Vorschulalter weisen feinmotorische Defizite auf! Die Ursachen hierfür sind vielfältig und zum großen Teil einer veränderten Lebenswelt geschuldet. Dazu zählen Bewegungsmangel im Alltag oder früher und intensiver Medienkonsum. Der Umgang mit den technischen Geräten fördert zwar Fähigkeiten wie das Greifen mit Daumen und Zeigefinger, die Feinmotorik der anderen Finger wird durch die monotonen Bewegungsabläufe jedoch vernachlässigt. Die Folge ist eine mangelhafte Differenzierungsfähigkeit, die zum Beispiel zu Schwierigkeiten beim handschriftlichen Schreiben führen kann. Dabei können Eltern ihren Nachwuchs bei der Entwicklung von feinmotorischen Fähigkeiten ganz einfach unterstützen: indem sie gezielt Konstruktionsspielzeug anbieten, das altersgerecht und gleichzeitig vielfältig gestaltbar – also multifunktional – ist.

 

Die Feinmotorik von Kindern fördern – altersgerecht und spielerisch

Die Zusammenhänge zwischen dem kindlichen Spielen und feinmotorischer Entwicklung erklärt Dr. Renate Zimmer, Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Entwicklung und Erziehungswissenschaftlerin an der Universität Osnabrück: „Kinder erproben und trainieren ihre feinmotorischen Fähigkeiten vor allem im Spiel. Dabei sind die Bewegungsabläufe eng an kognitive Erfahrungen gekoppelt.“ Diese erwirbt ein Baby in den ersten Monaten durch Greifen mit der ganzen Hand – den Palmargriff – und Erkunden von Gegenständen. Später bildet sich der Pinzettengriff aus und ermöglicht dem Kleinkind mit zunehmender Verbesserung der Bewegungssteuerung gezieltes Greifen und geschicktes Hantieren mit Spielobjekten. „Für die Ausbildung feinmotorischer Fähigkeiten ist es wichtig, Kinder in jedem Alter durch wandelbares, also multifunktionales Spielzeug zu motivieren, sich immer wieder auszuprobieren und Neues zu entdecken. Damit unterstützen Eltern auch die Kreativität und Fantasie des Kindes. Im alltäglichen Spiel trainieren Kinder ganz nebenbei ihre Feinmotorik“, erläutert Dr. Zimmer.

Dieser progressiven Entwicklung folgend passt sich das LEGO Sortiment für eine optimale spielerische Förderung den verschiedenen kindlichen Entwicklungsstufen an: Die Steine des Konstruktionsspielzeugs werden kleiner, je größer und geschickter die Hände werden und die Bausets werden komplexer, je weiter die kognitiven Fähigkeiten entwickelt sind. Gleichzeitig bieten LEGO Steine und die größeren LEGO DUPLO Steine Kindern vielfache Möglichkeiten eigene, kreative Bauideen zu entwickeln und zu testen.

 

Spielen bringt Lernprozesse in Gang

Spielen ist existenziell für die kindliche Entwicklung, denn die Motivation und der Spaß am Spiel sind die grundlegenden Triebfedern für das Lernen. „Erst durch diese emotionale Beteiligung werden Lernprozesse in Gang gesetzt – das betrifft auch das Erlernen von feinmotorischen Fähigkeiten“, erläutert Frau Dr. Zimmer. Dabei bietet Konstruktionsspielzeug Kindern die Möglichkeit, unterschiedliche Lernprozesse und -strategien zu kombinieren. Jeder kennt zum Beispiel die klassische Spielsituation des Turmbauens: Unermüdlich stapeln kleine Kinder Bausteine, um sie dann wieder und wieder umzuwerfen. „Lernen baut auf ständiges Erproben und Wiederholungen auf. Das ist ein wichtiger Lernprozess“, erläutert die  Erziehungswissenschaftlerin. Auf diese Weise erschließen sich Kinder die unterschiedlichen Eigenschaften von Objekten. Was ist schwer? Was ist leicht?

Die verschiedenen Größen und Formen der LEGO Elemente zum Beispiel erfordern unterschiedliche Handgriffe. Genau diese unterschiedlichen Bewegungsabläufe im Spiel mit LEGO Bausets schulen die Ausdifferenzierung der Feinmotorik. Eng damit verbunden ist die Entwicklung von Strategien zur Problemlösung. Denn die Spielaktivitäten der Kinder gleichen kleinen Experimenten. Auf diese Weise erfahren Kinder, dass ein Ball wegrollt und ein eckiger Baustein liegen bleibt – und dass Letzterer sich eindeutig besser zum Türmebauen eignet. Der Erwerb dieser kognitiven und motorischen Fähigkeiten zur Problemlösung ist besonders wichtig für die Entwicklung von Selbstständigkeit und zur Bildung von Selbstvertrauen.

 

Wandelbares Konstruktionsspielzeug ermöglicht höheren Lerneffekt

Ist eine Herausforderung spielerisch gemeistert, suchen Kinder gleich die nächste. Aus dem Turm soll ein Auto werden und danach ein Schiff. „Je vielfältiger und abwechslungsreicher Spielgegenstände sind, desto mehr Handlungsmöglichkeiten hat das Kind und desto mehr Erkenntnisse über seine Umwelt erwirbt es“, erklärt Dr. Zimmer den Vorteil von wandelbarem Konstruktionsspielzeug. Mit zunehmendem Alter sollte das Spielzeug zudem komplexer werden. Größe, Formen und Elemente können nun variieren, damit auch die motorischen und kognitiven Herausforderungen für das Kind größer werden, rät die Expertin. Entspricht das Spielzeug allerdings nicht dem Entwicklungsniveau des Kindes, führt das bei Unterforderung zu Langeweile, bei Überforderung zu Frust. Das Angebot des richtigen Spielzeugs spielt demnach eine wichtige Rolle.

 

LEGO Spielzeug ist so konzipiert, dass es altersgerechtes Spielen ermöglicht und Kinder über viele Jahre begleitet. Für Anderthalbjährige eignen sich die extragroßen LEGO DUPLO Steine. Die Kleinen erzielen schnelle Bauerfolge und entdecken die Lust am Konstruieren. Die neue LEGO Juniors Reihe richtet sich an Kinder von vier bis sieben Jahren, die zwar dem LEGO DUPLO Alter langsam entwachsen sind, mit komplexen LEGO Sets jedoch noch überfordert wären. Die neuen LEGO Juniors Produkte dagegen bieten für die jungen LEGO Fans den idealen Einstieg: Da gibt es zum einen die klassischen kleinen
LEGO System-Steine, zum anderen größere, bereits vorgebaute Elemente, wie Wände oder Fahrzeuggestelle. Daraus entstehen im Handumdrehen neue Möglichkeiten, um die Schwerkraft, Lastkraft oder die eigene Vorstellungskraft zu erkunden. Was alle Produktlinien vereint, sind Themenwelten wie Polizei oder Feuerwehr. So wächst das Spielzeug durch immer wieder neue, altersgerechte LEGO Elemente mit und fördert feinmotorische Fähigkeiten in allen Entwicklungsphasen – spielend.

 

Infokasten: Wie Eltern ihre Kinder „spielend“ fördern können

 

Tipp 1: Beobachten Sie die Entwicklung Ihres Kindes im Spiel.

Am spielerischen Verhalten können Sie viel über den Stand der feinmotorischen und kognitiven Entwicklung Ihres Kindes erfahren.

Tipp 2: Geben Sie immer wieder neue Impulse für das Spiel Ihres Kindes und zeigen Sie Varianten auf.

Manchmal gehen Kindern die Ideen aus. Bevor daraus Langeweile und Frust entstehen, geben Sie Anregungen, um das Spiel fortzusetzen. Zum Beispiel indem Sie mit Fragen eine Geschichte entwickeln: Die Polizisten machen wohl gerade eine Pause. Aber vielleicht stiehlt dort drüben gerade ein Dieb ein Fahrrad?

Tipp 3: Spielen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam, bringen Sie eigene Ideen ein. Bleiben Sie dabei jedoch gleichberechtigter Mitspieler.

Schlagen Sie beim Spiel mit dem Familienhaus zum Beispiel vor, dass Sie mit weiteren
LEGO DUPLO Steinen noch einen Stall anbauen möchten, um dort ein Pony unterzubringen. Ihr Kind sollte einverstanden sein und sich mit eigenen Ideen an der Umsetzung beteiligen. 

Tipp 4: Machen Sie auch im Spiel Ihr Kind durch Loben und Bestärken auf seine Leistungen aufmerksam.

Erfolge im Spiel sind für die Entwicklung Ihres Kindes genauso wichtig wie Erfolge im alltäglichen Lernen – daher unbedingt auch im Spiel loben.

Tipp 5: Fördern Sie die Stärken Ihres Kindes im Spiel.

In der Regel sind Stärken mit Aktivitäten verbunden, die dem Kind auch Spaß machen. Zeigen Sie Varianten auf, um diese Stärken weiterzuentwickeln. Einem kleinen Baumeister kann man zum Beispiel neue Ideen für Bauobjekte vorschlagen.

Tipp 6: Verbinden Sie im gemeinsamen Spiel Beschäftigungen, die Ihrem Kind Spaß machen mit solchen, die vielleicht weniger beliebt sind – d. h. verbinden Sie im Spiel Stärken und Schwächen Ihres Kindes.

Aktivitäten, die Ihr Kind nicht mag, können Sie im gemeinsamen Spiel behutsam fördern. Geben Sie Anregungen und Tipps, um Ihr Kind zu unterstützen. Motivieren Sie Ihr Kind, indem Sie schon kleinste Erfolge oder Fortschritte loben.

Tipp 7: Und das Wichtigste zum Schluss: Es gibt kein nutzloses Spiel!

Erwachsene neigen dazu, hinter jedem Spiel einen erkennbaren Sinn zu suchen. Lösen Sie sich davon – jede Form des Spiels fördert die Entwicklung Ihres Kindes!

 

 

Hinweise für die Redaktion

Weitere Informationen erhalten Sie auf http://www.LEGOnewsroom.de.

Bildmaterial können Sie unter bilddaten@LEGO.com anfordern.

 

Pressekontakt

LEGO GmbH                                                   

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Über die LEGO Gruppe

Die LEGO Gruppe ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Hauptsitz in Billund, Dänemark. Die Firma gehört zu den weltweit führenden Spielzeugherstellern und bietet neben den klassischen LEGO Steinen ein Portfolio von weiteren 27 Produktlinien an. In über 130 Ländern begeistern LEGO Steine die Familien und unterstützen die Kreativität von Groß und Klein, Mädchen und Jungen. Weltweit arbeiten heute rund 11.000 Mitarbeiter für die LEGO Gruppe. Der Name der 1932 gegründeten Firma setzt sich aus den beiden dänischen Wörtern „leg“ und „godt“ zusammen, was so viel wie „spiel gut“ bedeutet. Mehr Informationen unter: http://www.LEGO.com

 

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