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Press Corner>Rémy Martin>Basispressetexte Stand 2006

Zeitreise durch die Unternehmensgeschichte

Rémy Martin – 280 Jahre Geduld und Leidenschaft

 

Rémy Martin steht für großartigen Cognac und eine außergewöhnliche Erfolgs¬geschichte. Sie beginnt vor bald drei Jahrhunderten und erzählt vom Ehrgeiz, Visionen zu Realität werden zu lassen, von der Entschlossenheit, um Chancen zu kämpfen, und vom treffsicheren Instinkt, Marktentwicklungen für das Unternehmen zu nutzen.

 

Die Rémy Martins – Weinbauern und Händler

Rémy Martin I wird im Jahre 1695 geboren. Bereits früh zieht er mit seinem Vater in die familieneigenen Weinberge nahe Rouillac in der Charentes und lernt dort die Kunst des Weinbaus von der Pike auf. Knapp 20 Jahre später lehrt ihn sein Schwiegervater, seine Begeisterung für den Handel zu teilen. Der Grundstock für ein erfolgreiches Unternehmen ist gelegt und im Jahr 1724 ist es soweit: diskret und ohne Zeremonien wird das Unternehmen Rémy Martin gegründet. Übrigens: Rémy Martin ist das einzige Cognac-Haus der heutigen „großen 4“, das von einem Cognaçais gegründet wurde. Jean Martell (1715) kam von Jersey, Richard Hennessy (1765) aus Irland und Emmanuel Courvoisier (1835) aus Paris. Darüber hinaus war Rémy Martin das einzige Haus, das nicht nur handelte, sondern auch selbst Wein anbaute.

Das Gelernte zahlt sich für Rémy Martin schnell aus: Sein Vermögen wächst, die Anzahl seiner Weinberge nimmt zu. Rémy Martin wird zu einem der einflussreichsten und wohl¬habendsten Bürger der Region. Als er im Alter von 64 Jahren daran denkt, die Leitung des Unternehmens an seinen einzigen Sohn zu übergeben, stirbt dieser unerwartet. Rémy Martin kämpft und investiert weitere fünfzehn Jahre in sein Lebenswerk. Als er im Jahr 1773 stirbt, ist sein Enkel, Rémy Martin II, 20 Jahre alt und bereit, die Geschäfte zu übernehmen.

 

Rémy II hält die stetigen Expansionsbemühungen seines Großvaters aufrecht. Er steuert das Unternehmen durch die Französische Revolution und die sich anschließenden turbulen¬ten Jahre. Als geschickter Politiker positioniert er sich stets auf der Gewinnerseite und vererbt seinem Sohn, Rémy III, schließlich ein gesundes Unternehmen. Rémy III baut das Geschäft weiter aus, ohne jedoch nennenswerte Akzente zu setzen.

 

Das schafft ab 1841 sein Sohn Paul-Emile-Rémy Martin I, kurz Emile, dafür um so inten¬siver. Allerdings sollte die Bedeutung seiner Entscheidungen erst Jahre später offenkundig werden. 1850 wird auf einem ehemaligen Schlachtfeld eine wunderschön verzierte Karaffe aus der Zeit von Louis XIII gefunden. Emile, der beobachtet hat, dass die Nachfrage nach Flaschenabfüllungen im Vergleich zum Fassverkauf konsequent anstieg, ersteht die Karaffe und sichert sich dadurch die Vervielfältigungsrechte. 24 Jahre später lässt er die Karaffe als Markenzeichen eintragen und ihre aufwendigen Nachbildungen sind seitdem ausschließlich für Rémy Martins ältesten und erlesensten Cognac bestimmt.

 

Emile ist darüber hinaus der Urheber des Firmenlogos. Da er für ein solches Symbol nicht - wie seinerzeit üblich - auf ein Familienwappen zurückgreifen kann, lässt sich der leiden¬schaftliche „Sternengucker“ von der Astronomie und der griechischen Mythologie leiten. Mit dem Zentaur Chiron findet er das, wonach er sucht – das perfekte Symbol für die Einheit von Himmel und Erde, für Geduld und Temperament. Seit 1870 sind Remy Martin und das Bild des Chiron untrennbar miteinander verbunden.

 

Paul-Emile-Rémy Martin II, kurz Paul, erbt mit 22 Jahren ein florierendes Unternehmen. Er hat zweifellos zahlreiche vielversprechende Ideen. Doch gegen die Katastrophe in Gestalt eines winzigen Insekts kann auch er nichts ausrichten: die Reblaus, dem gefährlichsten aller Rebstock-Schädlinge. 1880 ist die Charentes zu einer trostlosen Landschaft geworden und der Weinbau kommt praktisch zum Erliegen. Viele Weinbauern und Händler stürzen in den Ruin. Das Unternehmen Rémy Martin jedoch übersteht die Krise und kann sich sogar unter Pauls Anleitung in den folgenden Jahrzehnten in Deutschland, Russland, Skandinavien, USA und Australien etablieren. Aber hinter der Fassade beginnt es zu bröckeln: Es steht schlecht um die Geschäfte, das Haus Rémy Martin kann sich kaum über Wasser halten. Als 1910 eine Bank ein großes Darlehen zurückfordert, kann nur noch eine Geldspritze das Unter¬nehmen vor dem endgültigen Aus retten.

 

Die Eroberung des Weltmarkts

Der Mann der Stunde heißt André Renaud. Der Rechtsanwalt und Sohn eines vermögen¬den Weinbauern rettet mit seiner finanziellen Einlage das Unternehmen und wird Partner. Die Firma heißt fortan „Emile Rémy Martin & Cie“. Bis zum Tod von Paul bleibt Renaud stiller Teilhaber, 1924 kauft er den Firmenanteil der Witwe Martin auf und übernimmt das Ruder.

Die Marke Rémy Martin ist bereits damals bekannt für erstklassige Qualität, und Renaud ist klar, dass sie von einem Gesetz, das die regionale Cognac-Produktion gegen Imitatoren schützt, nur profitieren würde. Der Gedanke wird Realität: 1919 tritt die Appellation d’Origine Contrôlée (AOC) in Kraft. Cognac darf sich seither nur noch nennen, was von 100.000 Hektar klar definierter Weinberge stammt.

 

André Renaud will das Unternehmen von Grund auf verändern – mit der allen Cognaçais eigenen bedächtigen Ruhe, aber mit der notwendigen Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit. Er ist überzeugt davon, dass die Qualität des Cognacs nicht allein vom Reifeprozess, sondern maßgeblich von der Beschaffenheit des Bodens, auf dem die Rebe wächst, beeinflusst wird. Das aromatisch komplexeste Eaux-de-vie kommt aus der Grande und der Petite Champagne, den beiden besten Lagen im Herzen der sechs „Crus“ (Anbaugebiete) der Cognac. Renaud trifft eine konsequente Entscheidung: Rémy Martin Cognac wird fortan nur noch aus Trauben der Grande und Petite Champagne hergestellt. 1927 kommt die erste Flasche Rémy Martin V.S.O.P auf den Markt. Die Mischung von 55% der Grande- und 45% der Petite Champagne-Trauben ist seitdem unverändert.

 

Geschickt manövriert Renaud das Haus Rémy Martin durch die Wirren des Zweiten Welt¬krieges. Dann betritt ein Unternehmer das Spielfeld, der Rémy Martin auf friedliche Weise auf der Weltkarte positionieren wird: André Hériard Dubreuil, Sohn eines Cognacbauern, heiratet im Jahr 1942 André Renauds älteste Tochter Anne-Marie. Ebenso wie sein Schwiegervater ist er ein Visionär, der mit Bedacht Neuerungen angeht. Gemeinsam treffen sie die grundlegende Entscheidung, sich in erster Linie auf den Nachkriegsexport des V.S.O.P zu konzentrieren. Schnell steigen die Verkaufszahlen und innerhalb von nur zwei Jahren werden 60.000 Flaschen verkauft.

 

Expansion und Wahrung des Mysteriums

Als André Renaud 1965 stirbt, übernimmt André Hériard Dubreuil den Unternehmens¬vorsitz. Die Qualität von Rémy Martin Cognac ist inzwischen weltweit renommiert und der Verkauf liegt bei über 300.000 Flaschen im Jahr. Hériard Dubreuil erkennt die Gefahr: Durch die willkürliche und inflationäre Preispolitik der Cognac-Häuser für das Eaux-de-vie verlieren die Weinbauern den notwendigen Anreiz, Weinstöcke zu pflanzen und strikt auf Qualität zu achten – die vorhandenen hochwertigen Vorräte an Eaux-de-vie können auf Dauer nicht mehr den Bedarf für erstklassigen Cognac decken. Aber gerade darin besteht Hériard Dubreuils Interesse: Kontinuität von Qualität und Geschmack für seinen Cognac zu gewähr¬leisten.

 

Er ersinnt einen Plan: Mit den Winzern sollen Langzeit-Kontrakte über strikte Qualitäts¬kontrollen und faire, für einige Jahre festgesetzte Preise ausgehandelt werden. Die Idee führt zu einem Aufschrei in der Branche. Kaufleute fürchten um ihren Einfluss, Winzer um den Verlust ihrer Unabhängigkeit. Heute sind diese Absprachen die Norm und werden von allen wichtigen Cognac-Häusern praktiziert. Der Vorreiter Rémy Martin befindet sich heute mit 1.800 Winzern in langjährigen stabilen Geschäftsbeziehungen.

1972 wird der V.S.O.P erstmals in der heute berühmten gefrosteten Flasche präsentiert. Dies führt zu einem erneuten Absatzschub. Innerhalb von vier Jahren verdreifacht Rémy Martin seinen Marktanteil und avanciert zum weltweiten Marktführer.

 

Im Jahr 1982 übergibt Vater André die Geschäfte an seine Söhne, François und Marc Hériard Dubreuil. Die Expansionsstrategie, die auch andere Marken in das Rémy Martin-Netzwerk einbindet, wird forciert. Die Brüder formen 1983 Rémy Martin International und 1986 Rémy & Associés. Man expandiert in die Champagne-Region bei Reims im Nordosten Frankreichs. Marken wie beispielsweise Piper Heidsieck Champagner erweitern das Portfolio. Aus dem Zusammenschluss mit Cointreau tritt 1990 das Unternehmen Rémy-Cointreau hervor, das seit 1998 von Dominique Hériard Dubreuil, der Tochter von André, erfolgreich geleitet wird.

 

Mit dem Ziel durch strategische Allianzen den Verkauf, die Distribution und die Marken international zu stärken, gründet Rémy-Cointreau 1999 gemeinsam mit Highland Distillers und Jim Beam Brands MaxXium Worldwide. Das internationale Joint Venture ist derzeit in mehr als 40 Ländern aktiv und realisiert ein Gesamtumsatzvolumen von rund 1,3 Mrd. Euro.

Selbstverständlich gab es während der letzten zwei Jahrhunderte viele Einflüsse am Rande, die auch an Rémy Martin nicht spurlos vorübergingen. Das Wissen und die Fähigkeit, exzellente Cognacs zu produzieren, blieben davon jedoch unberührt. Im Gegenteil: Sie wurden im Laufe der Zeit erneuert, verfeinert und erweitert.

 

 

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